Entstehung und Geschichte
Unterwasser-Rugby entstand in Deutschland. Das ist kein Mythos, sondern historische Tatsache. In den frühen 1960er-Jahren entwickelten Sporttaucher des Deutschen Unterwasser-Clubs (DUC) in Köln eine neue Trainingsform: Ball spielen im Schwimmbad unter Wasser. Was zunächst als lockere Übung begann, hatte bereits 1961 erste feste Regeln und wurde schnell zur eigenständigen Wettkampfsportart.
Der Ball – gefüllt mit Salzwasser und damit leicht negativ auftriebsneutral – sinkt langsam Richtung Boden. Der Korb (ein offener Metallkorb, der mit Salzwasser gefüllt ist) liegt am Boden des Beckens. Ziel: Den Ball in den gegnerischen Korb bringen. Verteidigung, Angriff, taktisches Stellungsspiel – alles im dreidimensionalen Raum bei einer Wassertiefe von 3,5 bis 5 Metern.
Die CMAS erkannte Unterwasser-Rugby 1978 offiziell an. Heute gibt es Weltmeisterschaften, Europameisterschaften und einen aktiven internationalen Spielbetrieb – mit Deutschland traditionell unter den stärksten Nationen.
UW-Rugby in Schleswig-Holstein
In Schleswig-Holstein hat UW-Rugby eine lebendige Heimat. Teams spielen in Norderstedt, Kiel, Lübeck, Oldesloe, Flensburg und Segeberg. Der VDST TLV SH e.V. veranstaltet ein monatliches offenes Landesverbandstraining – eine niedrigschwellige Möglichkeit, die Sportart auszuprobieren, bevor man sich für einen Verein entscheidet. Die Teams nehmen an Turnieren teil und spielen in den verschiedenen Ligen des nationalen UW-Rugby-Verbands.
Landesverbandstrainer Thorsten Grimm koordiniert Spielbetrieb und Training.
Wer passt zu UW-Rugby?
UW-Rugby ist ein Kontaktsport. Körperlicher Einsatz gehört dazu – allerdings in einem anderen Kontext als an Land. Weil jeder irgendwann Luft braucht, gibt es natürliche Pausen, die den Sport zugänglicher machen als man denkt. Athleten fast jeden Alters trainieren und spielen hier häufig Seite an Seite. Taucherfahrung ist hilfreich, aber kein Muss für den Einstieg – wichtiger sind Teamgeist, Ausdauer und die Bereitschaft, viel Zeit im Wasser zu verbringen.